Teil 1: Eine zufällige Begegnung mit Dronabinol

Eine treue Leserin dieses Blogs hat sich heute an mich gewendet um Ihrem Frust ein Ventil zu geben. Außerdem möchte sie Ihre Erfahrungen mit Dronabinol gerne als Hilfe für andere Patienten zur Verfügung stellen. In diesem ersten von drei Teilen berichtet sie über Ihre Krankengeschichte bis zu Ihrem ersten Tropfen Dronabinol. Ich konnte selber nicht glauben wie schnell sie ein Rezept dafür bekommen hat (und das auch noch in meiner Heimatstadt), aber dass die Probleme damals erst noch vor Ihr liegen, wird schnell im zweiten Teil deutlich, obwohl es ihr medizinisch gesehen endlich wieder relativ gut ging. Im dritten Teil gipfelt das Ganze dann bei einer mehr als skurrilen „Gutachterin“.

Hallo erstmal.

Ich bin 40 Jahre alt, habe eine gute Schulbildung, kann mich artikulieren, bin normal gekleidet, sogar privat versichert (durch kommunale Beihilfe und eine private Zusatzversicherung) und… habe Schmerzen.

Ich leide seit nun mehr 11 Jahren unter chronischen Schmerzen, ausgelöst durch einen Bandscheibenvorfall… Die gesamte medizinische Geschichte ist wirklich recht lang, daher möchte ich kurz sagen, dass ich in den letzten 11 Jahren zur AHB (Anschluss-Heil-Behandlung oder „Reha“) war, zweimal zur Kur und auch mehrfach stationär war. Ich habe unzählige Ärzte mit verschiedenen, teilweise auch irrwitzigen, Therapieansätzen kennengelernt.
Jeder dieser Ärzte hat mich immer mit Respekt behandelt. Man war offen für meine Belange.
Meine Medikamente haben in diesen Jahren immer wieder gewechselt.
Die Nebenwirkungen kann sich bestimmt jeder vorstellen: Übelkeit, Müdigkeit sowie Schlafstörungen, Vergesslichkeit, Schwitzen bis hin zu Übergewicht und auch solche Sachen wie Verstopfung und auch Stimmungsschwankungen.

Da das Internet für mich immer wieder eine gute Informationsquelle ist und ich mich darüber auch immer wieder über neue Ideen und Therapieansätze informiere, bin ich hierüber im Spätsommer 2013 auf den Betreiber dieses Blogs gestoßen und habe mich über die möglichen Vor- und auch Nachteile der Cannabis-Medizin ausgetauscht.
Ich suchte mir Lektüre (dabei kann ich das Buch „Die Behandlung mit Cannabis und THC“ nur empfehlen) und sprach dabei auch mit meinem behandelnden Schmerztherapeuten in Hamm, der mir Hoffnung machte, dass Cannabis evtl. für mich in Frage kommen könnte.

Im Oktober 2013 machte ich daraufhin einen ersten Termin bei Dr. Grotenhermen in Rüthen und ich begann einige Tage später mit dem ersten Tropfen Dronabinol….
und ganz ehrlich: bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich niemals vorher Kontakt zu Cannabis….

Nach einer gewissen Zeit, konnte ich einen positiven Nutzen für mich finden.
Ich fand recht schnell eine für mich gute Dosis.
Bald darauf konnte ich, unter Begleitung meines Neurologen, die Medikation von Lyrica um 50 mg reduzieren und die Unterstützende Einnahme von Sevredol auch bis auf akute Notfälle komplett einstellen.
Im täglichen Leben ging es mir deutlich besser. Ich konnte mich mehr konzentrieren, war wacher und frischer, weniger vergesslich. Ich hatte weniger Anfälle von Übelkeit mehr und konnte dann… ja… auch wieder aufs Klo.

(Fortsetzung folgt)

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Ein Gedanke zu “Teil 1: Eine zufällige Begegnung mit Dronabinol

  1. Schon schrecklich, wie die Menschen in der BRD konditioniert sind, sie reden gar von „meinen“ Medikamenten, was für ein Schmarrn, die meisten Medikamente gibt es erst seitdem Cannabis verboten wurde, Anno 1961, vorher waren alle Medikamente mehr oder weniger ein Gemisch aus Kräutern und deren Auszügen, dabei war wohl auch viel Cannabis, nicht wahr.

    Weiterhin noch viel mehr Erfolg mit der wahren Medizin: CANNABIS

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