Cannabis als Medizin und Umschulung: Welchen Stein können wir Ihnen denn sonst noch in den Weg legen?

Eigentlich habe ich gehofft, alles in einem Rutsch zu erzählen, aber so langsam wird die Zeit immer knapper und ich habe immer noch keine konkrete Zusage über die Finanzierung meiner Umschulung durch die deutschen Rentenversicherung (DRV) Westfalen!

Bereits im Januar 2012, direkt nach meiner stationären Rehabilitation, habe ich bei der DRV Westfalen einen Antrag für eine Umschulung gestellt, da der Rehabilitationsbericht ganz klar aussagt, dass ich in meinem alten Beruf nicht mehr arbeiten kann. Nach circa vier Wochen bekam ich einen Ablehnungsbescheid der DRV, gegen den ich gemeinsam mit einer Anwältin des Sozialverbandes VDK Widerspruch eingelegt habe. Im Juni des vergangenen Jahres bekam ich dann eine Zusage für eine 2-wöchige Berufsfindungs- und Arbeitserprobungsmaßnahme im Berufsförderungswerk (BFW), die ich Ende September/Anfang Oktober auch absolvierte.

Bei dieser Maßnahme wurde schnell klar, dass ich am Besten in kaufmännischen Berufen eingesetzt werden kann, daher empfahl das BFW der zuständigen Mitarbeiterin der Rentenversicherung, mir eine betriebliche Umschulung zu finanzieren. Allerdings habe ich dem Arzt des BFW von meinem damaligen Medikament Dronabinol erzählt, was dieser anscheinend nicht so toll fand, denn anschließend tauchte wohl 6 mal im Bericht auf, dass ich täglich einen Joint rauchen würde. Damit bot es sich natürlich aus Sicht der DRV an, weiter auf Zeit zu spielen und mich zu einem sozialmedizinischen Gutachter zu schicken. Dieser Termin war erst für Anfang Februar diesen Jahres vorgesehen, aber das hatte zumindest den Vorteil für mich, dass ich bis dahin schon die Ausnahmegenehmigung von der Bundespiumstelle hatte (seit 10. Januar 2013) und so auch der Sozialmediziner von mir beruhigt werden konnte.

Mitte März dann endlich der Anruf vom Berufsförderungswerk, dass sie einen Auftrag der DRV bekommen haben, um mir einen Umschulungsplatz zu suchen. Dazu sollte ich ich noch ein paar Dinge erledigen, wie z. B. neue Bewerbungsfotos anfertigen und Betriebe in meiner näheren Umgebung raussuchen. Das tat ich auch umgehend und schickte alle fehlenden Informationen inklusive einer Liste mit über 40 Betrieben zurück zu meinem Sachbearbeiter des BFW, der mir mitteilte, dass er sich ab dem Zeitpunkt um alles Weitere kümmern würde!

Mitte Mai hatte ich immer noch nichts vom BFW oder der deutschen Rentenversicherung gehört und so beschloß ich, selber nochmal nachzuhaken! Dabei teilte mir mein Sachbearbeiter im Berufsförderungswerk in einem Telefonat mit, dass er aufgrund des doppelten Abiturjahrganges keinen Betrieb für mich gefunden habe und er der Mitarbeiterin der DRV daher vorschlagen möchte, dass ich meine Umschulung direkt im Berufsförderungswerk mache, was allerdings mit einem deutlich höheren Kostenaufwand verbunden wäre. Ich gab mich erstmal damit zufrieden, aber klopfte dem Herren direkt in der nächsten Woche wieder auf die Finger und zu meinem Entsetzen teilte er mir mit, dass die Rentenversicherung einer schulischen Umschulung direkt im BFW nicht zugestimmt hat und wir bitte noch weiter nach Betrieben suchen sollen. Einen Tag später bekam ich eine eMail von meinem Sachbearbeiter im Berufsförderungswerk, dass er sich in meinem Namen bei vier Betrieben beworben habe, u.a. waren das Unternehmen von der Liste, die ich ihm bereits Anfang April habe zukommen lassen und ich Frage mich, warum diese Bewerbungen nicht schon vor 2 Monaten rausgegangen sind… ein Schelm wer böses denkt! 😉

Von zwei Betrieben haben wir keine Antwort bekommen, von Einem gab es heute eine Absage und ein Betrieb ist mit seinem Auswahlverfahren noch gar nicht angefangen, aber was solls, meine Umschulung soll ja erst in 2 Wochen beginnen… ich hab alle Zeit der Welt! Am Freitag habe ich meinen Termin bei der Anwältin des VDK, echt traurig und alles unnötiger Stress…

3 Gedanken zu “Cannabis als Medizin und Umschulung: Welchen Stein können wir Ihnen denn sonst noch in den Weg legen?

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