ein weiterer Patient sucht Korrespondenz mit Politiker

Heute war ich bei einem guten Freund, der – wie ich – eine Ausnahmegenehmigung für eine Selbsttherapie mit Cannabisblüten besitzt und jetzt ebenfalls über den SPD-Bundestagsabgeordneten aus seinem Wahlkreis eine Kostenübernahme der Krankenkasse bewirken möchte. In einem ersten Telefonat mit seinem Abgeordneten hat Dieser Ihn gebeten, seine Situation kurz in einem Brief zusammenzufassen, um sich etwas besser auf ein persönliches Gespräch vorbereiten zu können. Ein Gespräch kann jedoch frühestens im Juli erfolgen, weil der Abgeordnete – der dem Thema erstmal relativ offen gegenüberstand – vorher nicht aus Berlin zurück in seinem Wahlkreis ist! Hier gibts jetzt schonmal den Brief des Patienten an den Bundestagsabgeordneten:

Sehr geehrter Herr XXX,

wie bereits am 03.06.2013 telefonisch mit Ihnen besprochen, übersende ich Ihnen kurz die wichtigsten Informationen zu meiner derzeitigen Situation.

Ich bin Vater von 5 Kindern und leide seit 15 Jahren an Morbus Crohn, chron. Gastritis und einer Refluxoesophagitis und seit dem Jahr 2010 zusätzlich an einem cervikalen Bandscheibenschaden mit Radikulopathie. In dieser Zeit musste ich zweimal operiert werden und es wurden eine Vielzahl an Medikamenten ausprobiert, u. a. Tramal, Prednison, Mesalazin, Sulfasalazin, Azathioprin, sowie Methoclopramid. All diese Behandlungsversuche blieben ohne den gewünschten Erfolg und hatten teilweise starke gastrointestinale Nebenwirkungen, sodass ich von Dr. XXX zum ersten Mal Dronabinol verordnet bekommen habe. Über Diesen bin ich auch in Kontakt zum Selbsthilfenetzwerk-Cannabis-Medizin gekommen. Da das Dronabinol nur unzureichend half, wurde mir von anderen Patienten empfohlen, einmal Cannbisblüten auszuprobieren. Die Wirkung war überraschender Weise durchweg positiv und ohne die bisher bekannten Nebenwirkungen und so habe ich gemeinsam mit meinem Arzt einen Antrag zur Selbsttherapie mit Cannabisblüten aus der Apotheke bei der Bundesopiumstelle gestellt, der dann auch am 31.10.2012 genehmigt wurde.

Eine Anfrage bei meiner Krankenkasse hat ergeben, dass Diese die Cannabisblüten aus der Apotheke nicht abrechnen kann, da dieses Medikament nicht verschreibungsfähig sei. Die Kosten für meine Therapie belaufen sich auf gut 2000 € im Monat, was bei einem Netto-Gehalt von 1300 € im Monat mit 5 Kindern nicht aufzubringen ist, daher bitte ich Sie als SPD-Bundestagsabgeordneten in meinem Wahlkreis um Hilfe.

Im Anhang sende ich Ihnen den Fall eines anderen Patienten, der eine Kostenübernahme seiner Cannabisblüten durch die Krankenkasse bewilligt bekommen hat, den ich bereits Ihrer Sekretärin telefonisch geschildert habe.

Mit freundlichen Grüßen

Wenn es in diesem Fall Neuigkeiten gibt, werde ich selbstverständlich hier davon berichten!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s