Gastbeitrag: Steter Tropfen höhlt den Stein

Es ist mir eine besondere Freude, schon heute den ersten Gastbeitrag hier veröffentlichen zu dürfen. Er wurde von meinem Blog-Papa und guten Freund Stefan Müller (mobo) von „Kein Wietpas!“ verfasst und ich hoffe, dass er mich auch weiterhin tatkräftig beim Projekt „Ausnahmemedizin“ unterstützt. Stefan ist Dronabinol-Patient und benötigt dafür KEINE Ausnahmegenehmigung von der Bundesopiumstelle, es kann ganz normal von jedem Arzt auf einem Privatrezept für ein sehr breites Spektrum an Indikationen verordnet werden. Der wunderschön eindeutig zweideutige Name des Blogs, Ausnahmemedizin, ist übrigens auch eine Idee von Stefan! Lasst uns mal schauen, wie es Ihm in seiner Reha ergeht:

Mein Name ist Stefan Müller, viele dürften mich als „mobo“, dem Betreiber von „Kein Wietpas!“ kennen. Auf Grund eines Bandscheibenvorfalls und einer Fehlstellung eines Wirbels leide ich seit fast einem Jahr an stark einschränkenden chronischen Schmerzen, bei denen mir Cannabis hilft.
Aktuell bin ich Dronabinol-Patient, ich strebe aber aus verschiedenen Gründen eine Ausnahmegenehmigung an.

Derzeitig befinde ich mich in einer stationären Anschlussheilbehandlung („Reha“), da ich im April am Rücken operiert wurde. Beim Antrittsgespräch mit meinem behandelnden Arzt ging es unter anderem um das Thema Medikation. Nach der OP wurde ich im Krankenhaus mit relativ hohen Dosierungen von Schmerzmitteln eingestellt (was sich auch deutlich an den Leberwerten zeigt).
Wahrheitsgemäß gab ich im Gespräch an, dass ich neben den Medikamenten aus dem Krankenhaus auch Dronabinol verschrieben bekommen habe, ich es aufgrund des hohen Preises aber eher als „Notfallmedikament“ bei starken Schmerzen sehe, und ich langfristig eher eine Therapie mit Cannabisblüten anstrebe, auch aufgrund des preislichen Unterschiedes.

Der recht junge Arzt gab daraufhin ehrlich zu, dass er über die Thematik nicht so viel fachliches Wissen besäße, aber der Cannabinoidbehandlung grundsätzlich sehr offen gegenüber stünde.

Nach seinem Vorschlag sollte ich doch eher die stark leberschädigenden Schmerzmittel reduzieren und stattdessen auf das Dronabinol zurückgreifen. Er wisse um die medikamentenverstärkende Wirkung und der besonders guten körperlichen Verträglichkeit.

Diese Reaktion hat mich doch überrascht und natürlich sehr positiv gestimmt. Wenn der medizinische Nachwuchs weiterhin so aufgeschlossen ist, wird es in Deutschland vielleicht doch endlich schneller voran gehen!

Nach ein paar Tagen des Testens konnte ich meine Schmerzmitteldosis stark reduzieren, ohne dabei körperliche und geistige Einschränkungen in Kauf zu nehmen. Auch die Leberwerte haben sich seitdem verbessert.

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